Gründe

Gesundheit

Die Internationale Agentur für Krebsforschung (IARC) der WHO klassifiziert hochfrequente elektromagnetische Felder als möglicherweise krebserregend für den Menschen (Gruppe 2B) [1]. Die Auswirkungen von 5G auf den menschlichen Körper sind nicht ausreichend erforscht. «[...] die thermische Wirkung dieser Strahlung als Ursache für Gesundheitsgefährdung ist unbestritten.»[2] Insbesondere die Langzeitfolgen nichtthermischer Wirkungen sind nicht ausreichend erforscht. Der Dachverband Elektrosmog Schweiz und Lichtenstein führt in einer Studienliste folgende Gefahren auf: Gentoxizität (krebserregend), pathologische Veränderungen im Kopfbereich, Eizellen- und Embryonen-Schädigung, Sperma-Schädigung, Schlafstörungen, Kopfschmerzen, Depressionen [3].

Wertverminderung

Der Bau einer Antenne beeinträchtigt den Wert der Grundstücke und Immobilien im Einspracheperimeter (Radius von 1393 m um die Antenne). Schätzungen zufolge muss mit Werteinbussen von 10-20% gerechnet werden (d.h. CHF 100’000-200'000 bei einem Wert von CHF 1'000'000).  

Fehlende Haftung

Strahlenschäden sind zurzeit nicht versicherbar, obwohl beispielsweise die Rückversicherungsgesellschaft Swiss Re Strahlenschäden als zunehmende Risiken (emgerging risks) erachtet [4].

Umwelt

Die Auswirkungen auf Pflanzen und Tiere sind ebenfalls nicht ausreichend erforscht. Erschwerend kommt hinzu, dass v.a. Vögel und Insekten sich in unmittelbarer Nähe der Antenne aufhalten können. 

Landschaftsbild

Eine über 30 Meter hohe Antenne beeinträchtigt das Landschaftsbild stark. Keine andere Baute im Umfeld weist eine ähnliche Gebäudehöhe auf. Wir wollen nicht, dass die erste Wahrnehmung unserer Heimat durch das Bild der Antenne dominiert wird.

Notwendigkeit

Die Notwendigkeit einer zusätzlichen 5G-Antennen ist nicht gegeben. In Altstätten sind bereits zwei 5G Antennen in Betrieb und ebenso existiert eine 5G-Antenne in Rebstein. Neue Mobilfunkanlagen werden aus rein kommerziellen Gründen und auf Vorrat gebaut. 

Literatur

1. Internationale Agentur für Krebsforschung (IARC) der WHO. Siehe https://www.iarc.fr/wp-content/uploads/2018/07/pr208_E.pdf

2. Leitfaden Mobilfunk für Gemeinden und Städte des Bundesamtes für Umwelt (BAFU), S. 6. 

3. Vortrag Mobilfunk – Phantomrisiko oder reale Gefahr für die Gesundheit des Menschen. 

4. SONAR Bericht 2019 des Swiss Re Institute